Ansprachen anlässlich der Bergpredigt und Jubiläum

100 Jahre «alt» Ski Club Solothurn, 85 Jahre «alt» Ski Club Althüsli

 

Ansprache von Hansjürg Wirz anlässlich dem Jubiläum „100 Jahre «alt» Ski Club Solothurn“

 

Die offizielle Gründung des Skiclub Solothurn fand im Herbst 1918 im Hotel Adler in der Vorstadt statt. 19 SKIFAHRER waren anwesend, als 1. Präsident wurde Hans Fauser, Sohn des Schuhmachermeisters eingesetzt (ein Jahr zuvor haben sich schon 9 Skifahrer, in der Werkstatt von Schuhmachermeister Fauser, zusammengefunden um gemeinsam den Skisport zu betreiben.)

Am Anfang wurden vor allem Skitouren unternommen, sie haben nämlich noch nicht gewusst wie man auf Ski eine Kurve fährt!!!

Vor jeder Richtungsänderung haben sie sich in den Schnee gesetzt und die Skier in die andere Richtung gedreht!

1920 gab es bereits das 1. Abfahrtsrennen vom Weissenstein bis zum Amtshausplatz in Solothurn. Für die 12 km lange Strecke brauchte der Sieger 20 min! Die Rennstrecke führte über die steile Gartenmatt. Zum Bremsen hat man einfach die Stöcke zwischen die Beine genommen!

1932 wurde die Weissenstein Schanze eingeweiht! Gewonnen hat der Bündner Casutt mit 43m, diese Weite blieb jahrelang der absolute Rekord!

Eine grosse Rolle spielte für unseren Skiclub Robert Strüby. Er war Präsident von 1941-1947 als international bekannter Langläufer hat er viele Wettkämpfe gewonnen!

1945 haben Robert Strüby, Werner Eggenschweiler und mein Vater Willy Wirz die grandiose Idee gehabt, eine Abfahrtsstrecke vom Sennhaus Vorderweissenstein bis zum Nesselboden, zu bauen. Unter der Mithilfe von der Bürgergemeinde Solothurn wurden Bäume gefällt und der ganze Skiclub räumte Steinblöcke weg, es entstand die legendäre SCHRANZ-ABFAHRT!!!

Robert Strüby war auch der Initiant und grosse Promotor der Bergbahn auf den Weissenstein die 1950 eingeweiht wurde.
Von da an ging es natürlich mit dem Skibetrieb auf dem Weissenstein rapid vorwärts!
Im Alpin Bereich haben wir einige Koryphäen in unseren Reihen hervorgebracht!

NSV- Meister wurden:
Fritz Hirt 1942, Bruno Zedrosser1954-58, Ruedi Wyrsch 1955-57, der hat es sogar als Unterländer ins Nationalkader geschafft, Roland Marbach 1955-58 und als Skispringer Urs Eggenschwiler 1956-58.

In der neueren Zeit waren gute Rennfahrer:
Kurti Eggenschwiler (der leider sehr jung verstarb), Otto Albani, Daniel Nardin, und unser Bester! Andreas Stähli und natürlich auch unser letzter Präsident Thomas Marbach. Er musste sich leider für den heutigen Anlass entschuldigen.  Er empfängt heute, als Direktor des Hotel Gornergat in Zermatt auf 3100m Höhe, 5000 Japaner und Chinesen!!!

Ich erinnere mich aber auch gerne an die legendären Schülerskirennen auf dem Gisihübeli, dort habe ich meine ersten „Rennski“ von Marbach Sport gewonnen und bin vor 62 Jahren der JO Sektion des Skiclub Solothurn beigetreten.
Unter der Leitung von Werner Eggenschwiler, Roger Müller und dem omnipresenten Urs Hertig hatten wir jahrelang sehr schöne JO Skilager auf dem Pizol.

Jeden Sonntag hatten wir Training auf dem Weissenstein, zuerst auf dem „Göiferlätsch“ dann auf dem steileren Hang bis zum Sennhaus.
Richtig ging es dann mit dem Training erst los, als der Röti- Bügellift gebaut wurde!
Später kamen dann die viel längeren Lifte auf dem Balmberg dazu.
Da fand auch jedes Jahr das legendäre und spektakuläre Abfahrtsrennen statt.

Der Skiclub Solothurn führt noch bis heute ein sehr beliebtes Hallentraining durch.
Zuerst waren wir Jahrelang in der Kantonsschule und jetzt sind wir dank den Beziehungen von Albi Stähli in Feldbrunnen. Nach dem Konditionstraining wurde jeweils Volleyball gespielt.
René Bogaert hat dann mit sehr guten Volleyballspielern aus der Region ein einen Club im Club gegründet! Die Volleyballtruppe vom Skiclub Solothurn hat es mit hartem Training bis in die 1. Liga geschafft!!!
Die Volleyballspieler treffen sich bis heute jeden Donnerstag in der Turnhalle Feldbrunnen! Dort hat vor ein paar Tagen auch wieder das Ski-Konditionstraining begonnen!

Der Skiclub Solothurn hatte in den 80ern Jahren über 200 Mitglieder!!!
Wir organisierten einige Delegierten Versammlungen vom NSV und im Jahr 2000 sogar vom SSV!!!
Heute sind gerade noch 48 zahlende Mitglieder übriggeblieben! (immerhin 2 mehr als vom Skiclub Althüsli)

Im Jahr 2004 hat der Skiclub Solothurn mit dem viel aktiveren Skiclub Althüsli fusioniert und heisst von da an, Ski Club Solothurn Althüsli.
Jedes Jahr gibt es noch eine Clubmeisterschaft in Langlauf und in Alpin!
Die Haupttätigkeit liegt allerdings im Unterhalt und den Anlässen in der eigenen Clubhütte beim Althüsli.

Jetzt möchte ich gerne noch die Präsidenten vom Skiclub Solothurn bis zur Fusion erwähnen:
1918-1920  Hans Fauser
1920-1922  Hermann Tschumi
1922-1923  Karl Seidl
1923-1925  Albert Maurer
1925-1935  Max Marti
1935-1937  Rudolf Boser
1937-1941  August Steiner
1941-1947  Robert Strüby
1947-1959  Fritz Hirt (12 Jahre!!!)
1959-1961  Charles Girard
1961-1969  Anton Glutz
1969-1972  Jürg Hutter
1984-1992  Albert Stähli (8 Jahre!)
1992-2004  Thomas Marbach (12 Jahre!!!)

Mitglieder des Ski Club Solothurn als NSV Präsidenten:
1942-1946  August Steiner
1962-1970  Kuno Fluri
1976-1980  Rolf Roth
1980-1985  Paul Meier

Der ehemalige Skiclub Althüsli wurde im Jahr 1933 gegründet und kann in diesem Jahr sein 85 Jahr Jubiläum feiern!!!

Dazu hören wir jetzt die Graue Eminenz vom Skiclub Althüsli der Peter Hess.

 

Ansprache von Peter Hess, Vizepräsident, des Ski Club Solothurn-Althüsli anlässlich dem Jubiläum „85 Jahre «alt» Ski Club Althüsli“

 

Im Gegensatz des Ski Club Solothurn, ist die Entstehung des Ski Club Althüsli ein ganz anderer. Der Ski Club Solothurn wurde wegen dem Skifahren gegründet, der Ski Club Althüsli mit dem erbauen einer Hütte. Erst dann wurde daraus ein Ski Club.

Einige Mitglieder der Zwingliana Solothurn waren in den 30er Jahren dabei, als in Arcegno das Campo Pestalozzi aufgebaut wurde. Diese dachten das könnten wir doch auf unserem Jura auch.
Die erste Generalversammlung 1932 war der Gründung des Vereins Bärgzirkel der Zwingliana sowie dem Bau der Hütte gewidmet. Nachdem die Landsuche abgeschlossen war, wurde mit dem Bau begonnen und am 10. September 1933 fand die Einweihung mit einer Bergpredigt statt.
1938 wurde eine Skiriege angegliedert und später entstand aus dem Bärgzirkel und der Skiriege der Ski Club Althüsli. Zwischen 1948 und 1954 mussten diverse Unstimmigkeiten gelöst werden, da die in der Zwischenzeit genannte Altzwingliana und der Ski Club sich um die Besitzverhältnisse stritten. Die Lösung wurde gefunden und der Besitz hälftig dem Ski Club und der Altzwingliana zugesprochen.

Schon im Jahre 1957 wurde eine IO gegründet, welche Kinder zu zukünftigen Skifahrern ausgebildet hat. In dieser Zeit fand auch das legendäre Hasta Rennen statt. Von der Stallfluh den Hastahang hinunter.

Die Hütte selber erlebte in den folgen Jahren diverse Umbauten. So wurde im Jahre 1964 eine Wasserzisterne eingebaut und 1979 konnte die Gasbeleuchtung durch Solarlicht ersetzt werden. 1983 wurden die Besitzverhältnisse neu geregelt. Die Altzwingliana schenkte ihren 50%-Anteil der Hütte dem Ski Club, so dass der Ski Club nun neu der alleinige Besitzer war. 1988 konnte auch mit dem Grundbesitzer ein neuer Vertrag ausgehandelt werden, wonach nun alles im Grundbuch geregelt ist. In den Jahren 1997-2004 wurden die Renovationen des Dachs, der Küche, der Schlafräume und der Fassade durchgeführt. So erstrahlt die Hütte heute noch.

Auch das Skifahren wurde kam nicht zu kurz, haben wir doch alle Jahre hindurch Nordische- und Alpine Skirennen durchgeführt. Die regelmässigen Skitage irgend in einer Skiregion wurden auch beibehalten.

Einen grossen Dank möchte ich allen ehemaligen Präsidenten des Ski Clubs Althüsli aussprechen, es waren dies: Erwin Zumstein, Fritz Schweizer (Erfinder des Hastarennen), Fritz Marti, Alfred Meyer, Peter Gerber, Paul Hess, Werner von Känel, Urs Sieber, Peter Hess, Maria Sieber. Selbstverständlich auch allen die in diesen Jahren Mitgearbeitet haben.

In den 90er Jahren haben wir immer mehr Anlässe mit dem Skiclub Solothurn durchgeführt. Am Anfang waren es die Clubrennen, dann die Familien Anlässe wie Veloplausch mit Grillieren und Risotto Essen oder das immer gut besuchte Raclette Essen in der Pfadihütte.

Mit der Zeit hatten beide Clubs Rekrutierungsprobleme. Da die beiden Clubs schon sehr lang viele Anlässe zusammen durchgeführt haben, ist die Idee der Fusion entstanden. Der Altpräsident des Ski Clubs Solothurn, Thomas Marbach (er lässt sich wegen einem grossen Anlass auf dem Gornergrat entschuldigen) und ich haben den Fusion Prozess vorangetrieben und ihn auch im Jahre 2004 erfolgreich abgeschlossen. Der neue Verein heisst Ski Club Solothurn Althüsli. Der neue Verein ist auch Besitzer der Hütte. Der erste Präsident war Fredi Fluri der die Geschicke des neuen Vereins bis 2014 übernahm.

Skifahren ist immer noch Aktuell und auch die geselligen Anlässe fehlen nicht. Die Beteiligung ist wie immer wechselhaft. Das andere Standbein ist die Hütte, die regelmässig gewartet werden muss. Das braucht viel Arbeit und Engagement der Mitglieder. Das stärk auch die Kameradschaft.

Heute sind wir noch 103 Mitglieder. Seit der Fusion konnten wir 9 neue Mitglieder begrüssen.

Der Ski Club Solothurn Althüsli führt noch eine Volleyball Gruppe die ganzjährig spielt. In den Herbst Wintermonaten wird auch ein Konditionstraining unter Anleitung eines Kondi Trainers durchgeführt. Beide Anlässe finden in der Turnhalle in Feldbrunnen statt.

Der Verein wird seit 2014 durch Reto Hess als Präsident, durch die nicht immer einfachen Zeiten geführt. Er hofft immer wieder auf neue Mitglieder.

Ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit und diejenigen die noch Lust haben, gibt es die legendäre Erbsensuppe des «alt» Ski Club Althüsli.